Zollabwicklung gilt meist als notwendiges Übel. Doch unsere Erfahrung zeigt, genau dieses Halbwissen kostet Unternehmen jedes Jahr bares Geld und manchmal deutlich mehr als das.
Wir haben Ihnen die drei häufigsten Irrtümer aus der Praxis zusammengetragen:
❌ Mythos 1: „Der Lieferant ist für den Zoll zuständig.“
✔️ Realität: Als Importeur tragen Sie die volle Verantwortung gegenüber dem deutschen Zoll – unabhängig davon, was im Liefervertrag steht. Fehler in der Zollanmeldung gehen zu Ihren Lasten: Nacherhebungen, Bußgelder und Verzögerungen inklusive.
💡 UNSER Tipp: Prüfen Sie bei jeder Lieferung aus Drittländern, wer die Einfuhrverantwortung trägt und klaren Sie das vertraglich ab.
❌ Mythos 2: „Die Zolltarifnummer gibt der Lieferant vor.“
✔️ Realität: Die korrekte Einreihung in den Zolltarif (HS-Code) liegt beim Importeur – nicht beim Lieferanten. Ein falscher Code führt zu falschen Abgabensätzen, kann Anti-Dumping-Zölle auslösen oder zu einer unzulässigen Einfuhr führen.
💡 UNSER Tipp: Lassen Sie kritische Waren regelmäßig von einem Zollexperten prüfen, besonders bei komplexen oder technischen Produkten.
❌ Mythos 3: „Freihandelsabkommen gelten automatisch.“
✔️ Realität: Die EU hat über 40 Freihandelsabkommen in Kraft, doch die Zollvergünstigung müssen Sie aktiv beantragen. Ohne korrekten Ursprungsnachweis (z. B. EUR.1, Ursprungserklärung) zahlen Sie den vollen Zollsatz, obwohl Sie gar nicht müssten.
💡 UNSER Tipp: Fordern Sie bei jeder Lieferung aus Präferenzländern proaktiv den Ursprungsnachweis an – rückwirkend ist das meist nicht mehr möglich.
Zoll ist komplex. Aber mit dem richtigen Wissen und einem erfahrenen Partner an der Seite wird daraus ein steuerbarer Prozess und kein Risiko.
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Zoll-Mythen aufgedeckt! 3 Dinge, die Importeure häufig falsch verstehen.

